Meditation Basics – Richtig meditieren lernen.

Bevor du beginnst zu lesen:

Atme 5 mal tief in den Bauch ein- und aus.
Wir können überall und in jedem Moment meditieren und wenn es nur dieser eine bewusste Atemzug ist.

Ganz zu Beginn klären wir, worum es bei der Meditation nicht geht:
Eines der größten Missverständnisse bei der Meditation ist, dass es darum geht, an nichts zu denken.

Aber stell Dir vor, was passiert, wenn du an deinen Kopf die Nachricht sendest: „Jetzt konzentrier dich, denk bloß an nichts!“ – Du verkrampfst und wie in einer Flut schießen Gedanken durch den Kopf. Und wenn es nur der eine ist, „denk ich jetzt grad an nichts?“.

Wir reden hier auch gerne vom Monkey Mind, dieses Geschnatter in unserem Kopf. Stell dir vor, die Forschung sagt, dass wir zwischen 60 – 80.000 Gedanken jeden Tag denken. Da platzt mir schon alleine bei der Zahl der Kopf! 🤯

Was aber einfach gar nicht geht: unseren Gedanken oder Emotionen den Riegel vorschieben. Die sind immer da.

Ganz im Gegenteil wir brauchen sie. Die Frage ist aber: geben wir dem Monkey Mind die Aufmerksamkeit oder nicht. Ständig gibt das Monkey Mind seinen Senf ab, ob du auf sein Gequatsche hören willst – das entscheidest du!

Der erste Schritt um Ruhe in diese Beziehung zu bekommen: wir geben dem Geist eine Aufgabe, auf die er sich konzentrieren kann. Diese Aufgabe ist: sei dir deiner Atmung bewusst.

  • Wie fühlt sich dein Atem an?
  • Wo geht dein Atem hin?
  • Wie fühlt sich dein Körper an?
  • Welche Temperatur hat dein Atem?
  • Wie hört sich dein Atem an?

Aber Achtung ganz sicher und bestimmt sind da im Hintergrund viele Gedanken. Ich spreche da auch gerne von Lärm. Bleib einfach weiter bei deiner Atmung. Fokussiere dich da drauf. (Mit mehr und mehr Übung wird dieser Lärm nämlich leiser!)

Und so kannst du wann immer, wo auch immer meditieren. Du trainierst deinen Muskel des bewussten Atems, du hast das Ruder fest in der Hand und nicht deine Gedanken.

Der blaue Himmel ist immer da.

Meditation kann vor allem deine Perspektive auf gewisse Dinge und vor allem auf deine Gedanken ändern. Damit Du dir das besser vorstellen kannst, möchte ich gerne eine kleine Metapher nutzen, die mir sehr gut gefällt:

Der blaue Himmel ist immer da! Auch wenn dunkle graue Wolken über uns hängen, es donnert und blitzt. Der blaue Himmel ist immer da, wenn auch versteckt hinter den Wolken. Das kennst Du doch vom Fliegen, oder? Nachdem der Flieger abhebt und Du durch die dicken Wolken geflogen bist, kommst Du auf Flughöhe an und die Sonne scheint und der Himmel strahlt in seinem schönsten blau.

Genauso ist das bei uns, wenn du dir vorstellst, dass deine Gedanken und Emotionen wie Wolken am Himmel sind. Manchmal bleiben sie länger, manchmal setzen sie sich so richtig fest und es scheint sie wollen gar nicht mehr gehen. Nur irgendwann zieht auch die fetteste Gewitterwolke weiter. So lernst du zu verstehen, dass die Gedanken und Emotionen da sind, aber auch nicht ewig bleiben werden. Dir wird klar, dass es einen Ort gibt, wo alles gut ist. Und wenn Du in der Meditation bist, dann kannst du selbst dort an diesen Ort aus eigener Kraft gelangen. Und den Gedanken mal nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

Die wichtigsten Fragen geklärt:

Wie und wo fange ich also bloß an?

Du fängst mit dem Meditieren am besten mit der einfachen Atemmeditation an. Dafür benötigst du kein weiteres Zeug, sondern einfach deinen Atem. Dann beginnst du einfach 4 ein, 4 auszuatmen. 1 Minute, 2 Minuten, 5 oder 10 Minuten. So wie du Zeit hast. Mehrmals die Woche. Meditieren ist wie sanftes Muskeltraining, das nur durch Wiederholung funktioniert.

Und dann lass uns noch die wichtigsten Basics klären, die ich auch in meinem „Learn to meditate – Onlinekurs“ gleich zu Anfang kläre:

Wie sitze ich bloß?

Nein, der Lotussitz ist keine Voraussetzung. Das einzig wichtige ist, dass deine Wirbelsäule aufrecht ist, dein Nacken lang, die Schultern entspannt sind. Wenn das gegeben ist, dann interessiert es mich nicht wirklich ob du im Lotus- oder Schneidersitz, auf dem Stuhl oder sogar bei aufrechtem Gang meditierst.

Soll ich mir einen Timer stellen?

Ja, wenn du von Anfang an weißt, dass du heute nur 5 Minuten Zeit hast zu meditieren, dann stell dir bitte einen Timer. Die Meditation soll nicht dafür verantwortlich sein, dass du deinen Bus am Morgen verpasst.

Wie bleibe ich wach?

Eine berechtigte Frage, denn es geschieht des Öfteren, dass du wegdöst. Wenn dir das passiert, dann herzlichen Glückwunsch: dein Körper schickt dir ganz offensichtliche Signale, dass du mehr Schlaf benötigst! Schlaf ne Runde, geh zeitig ins Bett!

Wann meditiere ich am besten?

Dann, wenn es für dich richtig ist und passt. Hier gibt es schlichtweg keine richtige Antwort. Ich persönlich mache das als erste Amtshandlung am morgen, nachdem ich ein Glas Wasser getrunken habe und meine Zähne geputzt habe. Aber auch am Abend ist’s doch vollkommen okay. Mit meinen Mentees in den Meditationsmentorings sage ich immer: Das wichtigste ist, dass du dir die Zeit nimmst, ob das nun morgens, mittags oder abends ist, ist erstmal vollkommen egal.

Wie könntest du also genau morgen nun deine ganz eigene Meditationsroutine starten?

Du stellst dir einen Timer auf 5 Minuten. Setzt dich aufrecht hin. Atmest 4 Minuten bewusst ein und aus. Erforsche deinen Atem. Und für die letzte Minute deiner Mini-Meditation halte inne und denke an jene Dinge in deinem Leben, für die du dankbar spürst und lass das Gefühl der Dankbarkeit in deinen ganzen Körper sinken.

Du hast noch weitere Fragen zur Meditation, dann schicke sie mir bitte und ich beantworte dir diese sehr gerne.

Also meditierst du schon? Oder probierst du es heute direkt aus? Oder hast du Lust mehr darüber zu erfahren? Ab Oktober startet wieder eine neue Runde meines Meditationskurses „Learn to meditate“ und wir bauen alle gemeinsam deine Meditationsroutine auf, die zu dir passt.