Der erste Schritt in ein Yogastudio

Der erste Schritt in ein Yogastudio.

9 Tipps für deine erste Yogastunde.

Der erste Schritt in ein Yogastudio

Oh, nur zu gut kann ich mich noch selbst an meine erste Yogastunde erinnern. Und vor allem der Weg dorthin. Diese Überwindung, die mich das Ganze gekostet hatte und wochenlanges Hadern mit mir, endlich hinzugehen.
Ich weiß, wie viele Vorurteile es gibt und mit wie vielen Ängsten solch ein erster Schritt behaftet ist. Heute möchte ich dir deshalb ein paar Tipps geben, damit dir der erste Schritt ein Yogastudio ganz leicht fallen darf.

Tipp #1 – Atme, also kannst du Yoga praktizieren.

Das hast schon damals B.K.S Iyengar, ein berühmter Yogalehrer gesagt. Drum vergiss die Bilder derer, die sich wie Brezeln verbiegen und zeigen, was sie können. Im Yoga nutzen wir unseren Körper zur Vorbereitung. Zum einen unseren Atem zu finden, und dann immer stiller zu werden. Das Ziel: Die Meditation. Es geht nicht primär um deine Flexibilität, denn die kommt mit der Zeit.

Tipp #2 – Trage bequeme Kleidung.

Fancy Leggings sind uns egal. Wir rennen hier keinen Trends hinterher. Der Grundsatz sollte immer heißen: Come as you are und zwar bequem. Deine Kleidung sollte dir in einer Yogastunde ermöglichen, dass du frei atmen kannst und nicht permanent alles wieder auf Ausgangsposition richten musst. Immer gut: etwas Leichtes zum Überziehen und warme Socken für das Savasana (die letzte Körperübung) sowie die Meditation.

 

Tipp #3 – Akzeptiere deine Grenzen.

Höre auf deinen Körper und akzeptiere seine Grenzen. Jeder Körper ist wunderbar einzigartig. Du beobachtest deinen Nachbarn, der so herrlich leicht mit seinen Fingern zu den Zehen kommt und du Schwierigkeiten dabei hast. Hey, das ist vollkommen okay! Dein Nachbar macht das ganze vielleicht schon sehr viel länger. Und grundsätzlich gilt: Es macht dich zu keinem besseren Yogi, nur wenn du mit den Fingern bis zu den Zehen kommst, ganz im Gegenteil – es geht darum den Moment so zu akzeptieren wie er ist.

Tipp #4 – Schalte dein Handy aus.

Zum Yoga gehört es auch, ganz proaktiv die äußeren Einflüsse zu kontrollieren. Wir wollen in einer Yogastunde ungestört sein. Deshalb gilt: Flugmodus oder am besten gleich komplett ausschalten.

Tipp #5 – Bereite dich auf die Stunde vor.

Vorbereitung ist die halbe Miete. Das gilt auch für die Yogastunde. Du richtest dir vorab genug Zeit ein, dass nicht schon der Weg zum Studio in Stress ausartet. Und schau, dass du ca. 10 Minuten vor Beginn ankommst, damit du vielleicht noch einen Schluck Wasser oder Tee trinken kannst und dir selbst Zeit geben kannst anzukommen. Gleiches gilt fürs Essen: Du solltest keine Heißhunger-Attacke während des Yoga bekommen. Daher empfehle ich, etwas Leichtes vorab zu essen, damit etwas im Magen ist. Zum Beispiel eine Banane oder ein paar Nüsse.

Tipp #6 – Nutze die Hilfsmittel.

Ein guter Yogalehrer wird dir für viele Körperübungen Alternativen geben, die manchmal auch Hilfsmittel (zum Beispiel Blöcke oder Gurte) benötigen. Scheue dich nicht davor, diese Hilfsmittel zu nutzen. Hör da auf den Yogalehrer und schnapp dir die Sachen. Wir praktizieren nach dem Prinzip: es muss für DEINEN Körper passen, Hilfsmittel sind deine Freunde.

Tipp #7 – Setze dir eine Intention.

Vor einer Yogastunde kann es dir helfen, wenn du dir einen kleinen Fokus setzt. Warum möchtest du Yoga praktizieren? Warum gehst du heute zum ersten Mal in das Yogastudio? Wie möchtest du dich fühlen? Intentionen helfen uns, unseren Geist optimal auf Situationen vorzubereiten.

Tipp #8 – Suche das Gespräch mit dem/der Yogalehrer*in.

Ob du dich in einer Yogastunde wohlfühlen hängt von so vielen Faktoren ab und am meisten davon, wie die Person ist, die den Unterricht leitet. Darum ist es gar keine schlechte Idee, vorab mal dein*e Lehrer*in kurz kennen zu lernen. Ein Anruf zum Beispiel, um die Stimme zu hören, um zu prüfen, ob die Dinge auch mit dir räsonieren, die sie/er sagt.

Tipp #9 – Sei offen für neue Erfahrungen.

Der erste Schritt in ein Yogastudio kann definitiv mit einem Schritt aus der Komfortzone heraus verbunden sein. Schiebe alle Erwartungen, Ideen, die du über Yoga hast, mal beiseite und lass dich darauf ein, was in der Stunde passiert. Lass dich darauf ein, dass Yoga vielmehr als nur Körperbewegung ist, sondern dir neue Erfahrungen auf allen Ebenen bringen wird.

Über Ute

Ute Franz hat im Januar 2018 ihre Yogalehrerausbildung auf Bali bei Octavio Salvado (The Practice Bali) gemacht. Seit 5 Jahren praktiziert sie selbst Meditation und Yoga. Die Motivation einen eigenen Raum zu schaffen war, dass sie Menschen zurück zu ihrem Kern begleiten möchte – jeder soll an diesem Ort wieder an seine Energie kommen, sowie eine Verbundenheit zwischen Körper, Herz und Geist spüren.